Mittelaltermarkt zu Wedel

Ja, Mittelaltermärkte sind nach wie vor etwas Besonderes.
Wohlgemerkt – Mittelaltermärkte.
Große spektakelartige Veranstaltungen gehören für mich nicht dazu, und mehr möchte ich dazu auch nicht sagen, denn zuviel Spektakel kann auch etwas kaputt machen.

Mittelaltermärkte haben ihren ganz besonderen Charme, und genau diesen hat der Markt in Wedel, der am letzten Aprilwochenende zum ersten Mal statt fand (eine kleine Randbemerkung bereits jetzt – für das kommende Jahr rechnet der Veranstalter mit einer Fortsetzung).
Es ist ein kleiner Markt, aber genau diese Atmosphäre ist es, die sich auf die Besucher und die Marktleute positiv auswirkt, wobei ist es egal ob man mit oder ohne Gewandung erscheint. Hier wird jeder, wenn er möchte, in die Aktivitäten eingespannt.

Egal ob es um verschiedene Tanzarten geht oder um den klassischen Schwertkampf, egal ob es ein Klönschnack ist – man ist da, man ist willkommen.

Das Schöne an diesem Markt war nicht nur die Musik, Saltatio Draconum hat bereits jetzt einen neuen Fan, es sind vor allem die Marktbeschicker, die mich fasziniert haben.
Von Töpfer- über Lederwaren war alles dabei, und alles war Handarbeit von Kleinstunternehmern.
Nicht diese Maßenproduktionswaren, die man sonst auf solchen Märkten findet (und zum Teil dann günstiger auf deren Internetseiten).

Nein, diese Händler waren mit Herzblut dabei und haben sich Zeit genommen.
Allerdings, und das muß an dieser Stelle auch gesagt werden, fehlte mir persönlich ein Verkaufsstand mit Kräutern.

Zum Schluss möchte ich dem Ideengeber mein Kompliment aussprechen. Im Laufe unserer Unterhaltung habe ich die Leidenschaft für ’seinen‘ Markt spüren können.
Der Mittelaltermarkt zu Wedel, so sagte er mir am späten Sonntagvormittag, war bereits zu diesem Zeitpunkt ein Erfolg und hatte alle Erwartungen bei weitem überschritten.

Auch wenn eine Fortsetzung im nächsten Jahr bereits angedeutet wurde, so wird es hoffentlich nicht bei den beiden Veranstaltungen bleiben.
Die Größe dieses kleinen Marktes wäre da vom Vorteil, denn so kann man spontaner in der Vorbereitung etwas ändern.
Und das sollte man auch, denn ansonsten läuft man Gefahr, dass sich sowohl bei den Betreibern als auch beim Publikum die Gewohnheit einschleicht.
Eine Gefahr, die ich hier zum Glück nicht sehe.

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