Verbote

Wenn im Jahr 2019 etwas aufgefallen ist, dann die vermeintliche Anhäufung von Verboten; nicht nur die Ausgesprochen, auch die angedachten Verbote scheinen zugenommen zu haben, und dabei ist es egal, von welcher Seite sie kommen.

Um eins gleich klarzustellen – für den Zusammenhalt einer Gesellschaft sind Verbote unablässig.
Das gilt auch für den Schutz bestimmter Gruppen innerhalb der Gesellschaft.

Wenn es aber nun darum geht, scheinbar unwillkürlich und je nach Gesinnung Verbote zu erlassen beziehungsweise zu fordern, dann geht es mir persönlich, gelinde formuliert, auf den Sack.

Um das Ganze mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:
Ich saß in meinem Sommerurlaub am Deich und hatte das plötzliche verlangen nach einer Zigarette.
Wer meine Videos bei YouTube kennt, der weiß, das ich immer einen Taschenaschenbecher bei mir habe, doch das hatte eine Person nicht daran gehindert sich lauthals zu beschweren.
Ihre Forderung, man solle auf der ganzen Insel das Rauchen verbieten, wurde zwar in dem Augenblick zum Glück nicht von allen gehört, doch es ist eine Diskussion, die schon lange immer wieder aufs Tablett kommt.

Ähnlich wie die alljährliche Forderung nach dem Verbot des Feuerwerkes zu Silvester.

Nein, ich knalle nicht, und ich jage auch keine Raketen in den Himmel, aber ich bin gegen ein Verbot das mit an den Haaren herbeigezogen Argumenten begründet wird.
Ich bin für Aufklärung.
Man kann, um beim Feuerwerk zu bleiben, deutlich machen, was das für die Tierwelt bedeutet, und wenn man Glück hat, dann stoßen diese Erklärungen auf offene Ohren und fruchten.

Ein Verbot, das zeigt die Erfahrung, bringt nichts – außer eine Gegenreaktion, welche eine zukünftige vernünftige Diskussionskultur zunichte macht.

Wir erleben es ja schon in vielen Bereichen der Gesellschaft.

Wer nun denkt, dass es eine temporäre Angelegenheit ist, der irrt sich gewaltig.
Vor ein paar Jahren gab es ähnliches wegen, angeblich, lauten Kindern in – Achtung! – Kindertagesstätten.
Die Politik hatte damals nichts besseres zu tun als sich der Sache anzunehmen und tatsächlich ein paar Verbote auszusprechen.

Freunde, die Sache mit Verboten ist doch die – so gut sie gemeint sein mögen, irgendwann kann es passieren, dass sie gegen einen selbst verwendet werden.

Denn was, wenn irgendwann alle Glaubensrichtungen verboten werden außer eine einzige?
Was, wenn Räucherungen und Kerzen verboten werden?

Bevor man lauthals nach einem Verbot schreit sollte man lieber einmal über den eigenen Tellerrand schauen

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