Die Sache mit den sogenannten Volksinitiativen

Das ich ein politischer Mensch bin, daraus mache ich kein Geheimnis.
Ich mag den politischen Diskurs und hin und wieder auch politische Diskussionen.

Wichtig ist mir, das man bei den Tatsachen bleibt und nicht Öl ins Feuer gießt.
Nun, hier in Rissen, einem beschaulichem Stadtteil in Hamburg, ticken die Uhren anders.

Seit 2002 lebe ich hier, und ich fühle mich wohl.
Das geht nicht nur mir so, denn immer mehr zieht es hierher, was aufgrund der Nähe zur Natur auch kein Wunder ist.
Nun gibt es aber Menschen, die lehnen scheinbar jede noch so kleine Veränderung ab.

Sowas kenne ich aus Finkenwerder, meiner alten Heimat, aber hier in Rissen nimmt es Formen an, die mehr als nur Kopfschütteln verursachen.
Die neusten Auswüchse sind immer vor regionalen Wahlen zu beobachten, und da hier in Hamburg nächsten Monat eine solche Wahl ansteht, ist es nicht weiter verwunderlich wenn solche Gestalten auch mal wieder an die Oberfläche kommen.

Um es kurz zu machen – was auf dem Plakat steht ist der größte Mist an Lügen den ich jemals gelesen habe.

Die Sache mit der „Umerziehung der Rissener“ lasse ich mal als Ausrutscher gelten, denn eine solche Maßnahme wäre mir neu.

Das gilt auch für diesen 5-Minuten-Takt; jeder, der die S-Bahn hier in Rissen kennt, der weiß genau, dass sowas nicht geht.

Es wird also mit Lügen und Halbwahrheiten Stimmung gemacht.

Ja, das ist meine Meinung – und dazu stehe ich auch.
Nehmen wir doch mal die erste Aussage als Beispiel – Hochhäuser in Rissen.

Nun, schaut man sich mal den Ursprung dieser sogenannten Bürgerinitiativen an, dann kann man die Ängste sogar verstehen, denn die meisten Mitglieder wohnen in ihren eigenen Häusern.

Fragt man aber genau nach, was denn die Definition eines Hochhauses ist, dann kommen Aussagen, nach denen ich auch in einem leben würde, und das ist kompletter Schwachsinn, denn bei mir gibt es nur sechs Wohnungen.

Es wird also, wie so oft, mit Halbwahrheiten Stimmung gemacht.

In den zwei Jahren, die ich für eine Politikerin gearbeitet habe, mußte ich mich täglich mit solchen Geschichten auseinander setzen, und ich bin es allmählich leid.Ja, ich bin gegen Volksbegehren und ähnlichem.

Nicht, weil ich denke, dass die Mehrheit der Bevölkerung zu dumm ist, sondern weil solche Dinge meiner Erfahrung nach immer mit übertriebenen Halbwahrheiten vonstatten gehen.
Diese Initiative, die angeblich den Klövensteen retten möchte, ist auch so ein Fall.

Der Klövensteen ist ein Wald- und Landwirtschaftsgebiet hier im Hamburger Westen.
Ja, das Gebiet ist schützenswert, da hat die Initiative absolut recht.
Das Problem ist nur – der Klövensteen ist nicht in Gefahr.

Es ging die ganze Zeit um ein Wildgehege, das modernisiert werden sollte.
Und genau das wollte man verhindern.
Nicht weil man gegen das wäre Wildgehege ist – sondern weil man gegen Veränderungen ist.
Nur – sagen tut das von denen halt niemand.

Leider.

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