Faun

Ich gestehe, ich mag ruhige Musik.

Enigma ist da immer eine Empfehlung, doch in diesem Beitrag geht es um eine Gruppe, die ich so um 2003 eher zufällig entdeckt habe.

Es fing an mit einem Beitrag in einer Zeitschrift namens Karfunkel. In diesem Beitrag ging es um eine Musikerin, die von Faun zu Schandmaul gewechselt war.
Ja, Schandmaul war mir damals schon ein Begriff, aber Faun?
Nein, das sagte mir nichts, und so bestellte ich mir aus reiner Neugierde eine CD dieser Gruppe – und seitdem läßt mich diese Gruppe einfach nicht mehr los.

Wir Menschen neigen hin und wieder dazu in Schubladen zu denken (meine Meinung dazu habe ich schon mehrfach geäußert; ich werde sie hier also nicht wiederholen), und gerade in der Musik ist das wohl fast schon sowas wie ein Volkssport.

Was ist Faun nun für eine Gruppe, welche Musikrichtung wird gespielt?

Hey, woher soll ich das wissen?

Genau das ist ja das Schöne daran – diese Gruppe ich absolut vielschichtig.

Ja, sie spielen auf eine mittelalterliche Art und Weise, und auch das Pegane ist deutlich zu erkennen, aber das war es dann auch schon, denn meiner Meinung nach ist Faun weder das eine noch das andere.
Vielmehr hat sich diese Gruppe eine Nische geschafft, die sie perfekt ausfüllen.

Ich bereue nicht eine CD, egal was andere Menschen dazu sagen, denn das ist etwas, das mir gerade bei Faun positiv aufgefallen ist.
Jede CD hat ein erkennbares Thema, und das ist es, was ich so wunderbar finde.

Die besten Beispiele hierfür sind die letzten CDs.
Nach Midgard, hier war es eindeutig nordisch, haben sich die Fauen, so nennen sich die Künstler selbst, mit dem aktuellen Album Märchen und Mythen das vorgeknöpft, was so mancher von uns vielleicht noch aus seiner Kindheit kennt.

Herausgekommen ist ein Album wie ich es in solcher Art und Weise von Faun noch nie gehört habe.
Lieder voller Tiefgang, ja, das kenne ich schon, aber diesmal hat sich diese Gruppe meiner Meinung selbst übertroffen, denn Faun hat den Stil der letzten Alben nicht nur fortgesetzt sondern auf eine geniale Art und Weise nochmals verbessert.

Es macht jedesmal Spaß den Alltag bei der Musik von Faun zeitweise hinter sich zu lassen, und das aktuelle Album ist dazu am Besten geeignet.

Ja, umsomehr freue ich mich auf den 9. März, denn Faun ist eine Gruppe, die ich bisher noch nie live genießen durfte.
Im März jedoch wird sich dieses endlich ändern.

Märchen und Mhyten live – besser kann es nicht werden, und es steht für mich völlig außer Frage, das ich anschließend einen kleinen Bericht dazu schreiben werde.

Ein kleiner Nachtrag, der deutlich macht, dass die Realität manchmal sehr schnell sein kann.

Ein langjähriges Mitglied der Gruppe hat angekündigt, dass es aus der Gruppe ausscheiden wird.

Die Begründung von Fiona kann ich nachvollziehen; private Aufgaben und neue Projekte können sehr zeitintensiv sein.
Die nun laufende Tour wird also die letzte Tour sein, die Fiona mit Faun verbringt.
Für uns Fans ist es die Möglichkeit, sich von Fiona, die meiner Meinung nach Faun in den zwanzig Jahren sehr geprägt hat, würdig zu verabschieden.

Ja, das soll jetzt ein Aufruf sein.
Ein Aufruf an alle Fans.

Lasst uns Fiona so verabschieden wie sie es verdient hat – würdig, herzig und voller Dankbarkeit

3 Antworten auf „Faun

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