Ja, allmählich kommt die Zeit des Jahres, die für mich interessant und anstrengend zugleich ist – Ostara.
Ostara ist nicht nur die NachtTagGleiche, der offizielle Frühlings Beginn und auch nicht nur der Tag, von dem an die Helligkeit wieder das Ruder in die Hand genommen hat.
Ostara ist für mich auch der Beginn der Fastenzeit.
Und glaubt mir, zu dieser Zeit damit zu beginnen, das ist sehr anstrengend, denn das herkömmliche Osterfest ist ja ein Fest der Familie – und zu solchen Anlässen wird normalerweise gegessen und genossen.
Ja, aber Fasten bedeutet Nicht, dass man auf das Essen verzichten soll, ganz im Gegenteil. Fasten bedeutet für mich, daß ich noch bewusster lebe als es eh schon der Fall ist und dadurch gerade den Beginn des Frühlings in seiner ganzen Pracht wahrnehme.
Ja und es gehört auch eine Reduzierung dazu, doch letztlich entscheide ich worin diese aussieht.
Wobei ich dieses Jahr zum ersten Mal auch ein Ziel habe, denn ich habe mir tatsächlich vorgenommen, dass ich auch mein Gewicht ein wenig reduzieren möchte.
Ob es mir gelingt, das werde ich am 31. April sehen, denn dann endet die Fastenzeit für mich.
Sicherlich, viele Religionen haben eine Fastenzeit im Sortiment, und in der Regel geht es hier tatsächlich in erster Linie um den Verzicht in einer bestimmten Zeit.
Selten geht es dabei um die Achtsam- und die Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt und der Umgebung.
Dabei ist genau das, was ich in den letzten Jahren festgestellt habe, und das ist auch der Grund, weshalb ich zu dieser Zeit fast.
Alles fängt neu an, und wer einmal mit offenen Augen für die Umgebung spazieren geht, der entdeckt Dinge, die einem vielleicht entgangen wären wenn man mit den Gedanken woanders ist.
Da das Fasten jedoch auch eine anstrengde Sache sein kann (und ist), ist es immer ratsam, während dieser Zeit mit den Gedanken im Hier und Jetzt zu sein; was, zumindest bei mir, zur Folge hat, das ich noch offener durch die Umgebung gehe als es eh schon der Fall ist.
Ja, Fasten kann ganz schön anstrengend sein, denn es sind die kleinen Versuchungen, die ständig da sind.
Egal worauf man verzichten möchte – ständig und immer wieder kommen diese Gedanken, die einen in Versuchung führen können.
Aber auch das macht das Fasten aus.
Diesen Gedanken und dieser Versuchung zu widerstehen – das ist das große Ziel der Fastenzeit.
Wenn man sich dann noch, wie in meinem Fall die Gewichtsreduzierung, ein weiteres Ziel gesetzt hat, dann ist man am Ende umso glücklicher.
Wobei – Ziele sollten immer realistisch sein und kein Grund sich selbst unter Druck zu setzten.
Wenn man also als weiteres Ziel den Verlust überflüssiger Pfunde hat, dann heißt es nicht, daß man sich selbst geißeln sollte wenn es doch mal ein Stück Schokolade in den Mund geschafft hat.
Statt sich zu ärgern sollte man lieber eben dieses Stück Schokolade mit allen Sinnen genießen.
Sicherlich, das wäre ein Zustand, den man sich das ganze Jahr über wünscht, doch leider geht das aus den verschiedensten Günden nicht.
Ein Grund mehr, das man sich zumindest einmal im Jahr zusammenreißt und sich, seinem Körper und seinem Geist etwas Schonung gönnt und sich dabei ganz auf sich konzentriert.
Ja, es ist anstrengend – aber es lohnt sich.

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