Es gibt eine Zeit, die hat mich schon als Kind immer fasziniert.
Ja, Samhain, damals nannte ich es schlicht Halloween, gehörte damals schon dazu, aber auch die Zeit nach Weihnachten.
Die Zeit zwischen den Jahren.
Später, Jahre später, erfuhr ich von den Rauhnächten, und damit hatte diese Zeit enrlich einen Namen den sie auch verdiente.
Und nicht nur das.
Diese Zeit hatte nun auch einen tieferen Sinn.
Ich lernte viel über diese Zeit; vor allem über die Tatsache, dass es nicht nur verschiedene Deutungen, sondern auch völlig unterschiedliche Zeiten.
Die einen beginnen diese Zeit mit dem Tag Wintersonnenwende,, Yule; für andere beginnen diese Nächte mit dem 24. Dezember.
Diese Unterschiede sind ja eine weitverbreitete Tatsachen in esoterischen Kreisen und machen es so manchem nicht nur zu den Rauhnächten das Leben schwer.
Ich selbst bin da das beste Beispiel, denn von meiner Mentorin hatte ich gelernt, dass jede Zeit richtig ist – Hauptsache man ist mit demHerzen dabei (diesen Satz habe ich absolut verinnerlicht).
Ursprünglich fingen die Rauchnächte bei mir tatsächlich Immer um den 20. Dezember an, doch dann wechselte ich irgendwann zum 24. Dezember.
Seit letztem Jahr bin ich wieder bei Yule angelangt, denn dieser Tag fühlt sich richtig an für mich.
Mit Yule beginnt eine komplett neue Zeit, es wird langsam wieder hell (ja, etwas negatives muß auch mal erwähnt werden) und deswegen liegt es für mich auf der Hand zu diesem Tag diese spirituell heilige Zeit zu beginnen.
Ja, spirituell heilige Zeit, so nenne ich die Rauhnächte auch, denn genau das sind sie für mich, wobei ich den christlichen Charakter bei dieser Bezeichnung komplett ausblenden.
Egal welche Zeit man für sich wählt, gemein haben alle die vordergründige Inhalte.
Die Rauhnächte, zwölf Stück in der Zahl, stehen stellvertretend für jeden Monat das kommenden Jahres, weswegen in dieser Zeit auch sehr viel mit Orakel gearbeitet wird, denn schließlich möchte jeder wissen was auf ihn zukommt.
Damit hören aber auch die Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf, denn was die einzelne Gestaltung der jeweiligen Nacht betrifft, da ist jeder auf sich selbst angewiesen.
Wie schon erwähnt meditiere ich in dieser Zeit noch mehr als es eh schon der Fall ist, doch die Meditationen sehen in diesen Nächten so komplett anders aus als sonst bei mir.
Sie sind tiefer als gewöhnlich und, wie früher, komplett offen.
Ja, der Begriff Offen ist in diesem Fall ein Wortspiel, und das aus gutem Grund, denn dieser Bericht ist auch ein kleiner Blick in meine esoterische Vergangenheit.
Meine Mentorin war nämlich mehr als nur das – sie war meine Gefährtin, und unsere gemeinamen Rauhnächte wäre auch Nächte voller Leidenschaft.
Die Rauhnächte sind ja, da ihr Beginn mit Yule zusammentrifft, auch der Beginn einer neuen Zeit.
Bei mir gibt es deswegen auch immer 13 Nächte, denn bevor man Neues beginnen kann muss man mit dem Alten abschließen, und dafür nutze ich grundsätzlich die Nacht vor Yule.
Ja, Yule ist ein Neubeginn, und damit hat Yule auch einen erotischen Aspekt; einer, der, wie ich finde, bisher in vielen Berichten zu kurz gekommen ist.
Überhaupt wird, wenn man es genau betrachtet, dieser Aspekt zu wenig beachtet.
Sicherlich, Beltane ist da eine Ausnahme, doch stehen die Rauhnächte, wie schon erwähnt, doch auch für eine neue Zeit.
Zu den Rauhnächten habe ich noch nie geräuchert, was einfach daran liegt, dass ich, als Asthmatiker, so meine Schwierigkeiten damit habe.
Deswegen hatte ich schon früh die Öle für mich entdeckt und arbeite seitdem eher mit Düften als mit Rauch.
Okay, das mag jetzt vielleicht komisch klingen, denn schließlich bin ich ja auch Gelegenheits- und Genußraucher, aber ich sehe da einen gewaltigen Unterschied, denn hinsichtlich meiner Erkrankung ist in der Arbeit mit Ölen der Vorteil eindeutig auf meiner Seite, denn ich bin flexibler.
Und das ist gerade in den Rauhnächten für mich wichtig, denn berufsbedingt steht Flexibilität hier an erster Stelle.
Das Öl ist rasch zur Hand, wohingegen die Räucheranwendungen doch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Zeit, die ich nicht immer habe.
Beides, Gesundheit und Zeit, spielen bei der Vorbereitung und der individuellen Durchführung eine große Rolle, denn es nützt mir gar nichts wenn ich mich einem mentalem Druck aussetze.
Sowas ist kontraproduktiv und den Rauchnächte nicht würdig.
Also konsequent sein und die vorhandene Zeit so nutzen das sie einem selbst gut tut.
Das gilt grundsätzlich, aber gerade zu den Rauhnächten ganz besonders.

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