Tvinna

Lange hatte ich darauf gewartet, wurde durch Videos bei YouTube immer neugieriger, und als ich dann das erste Mal das Erstlingswerk von TVINNA als Ganzes hörte, da war es um mich geschehen.

TVINNA, das ist mit Sicherheit eine Gruppe, von der man noch länger etwas hören wird; was nicht nur daran liegt, daß ich, trotz meiner nicht geraden perfekten Englischkenntnissen, herausgelesen, habe das es noch drei Alben geben wird.

Mindestens, so hoffe ich, denn diese Musik erinnert mich stark an ein Projekt aus den 90ern – Enigma.

Wobei, man kann Enigma und Tvinna nicht miteinander vergleichen, denn Tvinna würde ich eher im elektronischen Paganfolk ansiedeln – und nun stelle ich mir gerade eure Fragenzeichen auf den Gesichtern vor.

Paganfolk, das sind in erster Linie FAUN, Wandruna etc, und hier spielen die, nach Möglichkeit, originalen Intrumente eine nicht zu verachtende Rolle.
Bei Tvinna ist es anders, denn hier wird es absolut modern.
Die E-Gitarre ist nicht zu überhören, und sie stört nicht; ganz im Gegenteil. Dieser moderne Style des Paganfolk ist erfrischend und absolut eine Bereicherung.

Dafür sorgen in erster Linie drei Frauen mit ihren Stimmen, die als Zusammenspiel quasi eine Symbiose eingehen.

Da ist zunächst einmal Laura Fella, und spätestens hier werden einigeaufhorchen, denn schließlich ist sie eine der beiden Sängerinnen bei Faun.

So richtig aufhorchen dürfte man an, wenn man den Namen Fiona Rüggeberg als zweite im Trio liest, denn schließlich ist Fiona niemand anderes als ein Gründungsitglied von Faun und war bis 2020 Mitglied dieser deutschen Paganfolkgruppe.

Wer nun denkt, dass es sich bei Tvinna um eine moderne Art von Faun handelt, den möchte ich jetzt schon enttäuschen, denn Tvinna ist etwasvöllig anderes, und dafür sorgt Fieke van den Hurk, die dritte Frau im Bunde.

Unterstützt werden die drei Frau musikalisch von Rafael Salzmann, der für den Bass und die Gitarre verantwortlich ist, und Jasper Barendregt, der die Sticks an den Drums schwingt und auch an dem elektronischem Schlagzeug sein Können unter Beweis stellt.

Auf One In The Dark, so der Name des ersten Albums, wird deutlich, wohin die Reise geht.
Sicherlich, man kann die einzelnen der neun Stücke auch einzeln hören, doch zu Beginn sollte man sich wirklich das Werk als Ganzes anhören.
Dann, und wirklich nur dann, kann man den Zauber dieses Album auch spüren.
Und man sollte sich wirklich diesem Zauber vollständig hingeben, denn die Musik von Tvinna ist wie eine Reise in eine Welt des Nordens die man so noch nie erlebt hat.
Ja, die Musik wirkt auch düster, doch gleichzeitig ist sie absolut erfrischend.
Tvinna hat mit One in the Dark wirklich die Mystik des Nordens eingefangen
Mir kam es zumindet so vor, und das nicht nur einmal, denn One in the Dark läuft bei mir zur Zeit nämlich in der Dauerschleife zuhause, und Tvinna hat sich allein mit diesem Album in mein Herz gepielt.

Ja, ich freue mich schon auf die nächsten Alben, und ich hoffe sehr, dass ich mich geirrt habe und es mehr als nur vier Alben werden, denn in meinen Augen haben sich die drei, Laura, Fiona und Fieke, einen Platz in der Szene geschaffen, den man nach diesem Debüt meiner Ansicht nach nur schwer ersetzten kann.

Kurz nach der Veröffentlichung gab es übrigens eine Kartenaktion, mit der man diese junge Gruppe ein wenig unterstützen konnte, und es versteht sich von selbst, das ich da nicht widerstehen konnte.

Eine andere Art der Unterstützung ist übrigens auch der Direktkauf der CD.
Auf der Homepage findet man den Link dazu – und hier unterstützt man die Gruppe direkt.
Und verdient haben sie es auf jeden Fall.
Grundsätzlich – und in Zeiten wie diesen sowieso.

Zum Schluß möchte ich mich bei der Gruppe bedanken.

Zwei Schicksalschläge mußte ich in diesem Jahr schon verarbeiten, und es war und ist unteranderem auch diese herrliche Musik, die mir Kraft gibt.

Vielen Dank dafür.

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