Der 9. November ist in Deutschland ein Tag, an dem viele historische Ereignisse zusammen kommen, aber nur die Wenigsten gingen ohne Blutvergießen einher.
Das Ende der Monarchie in Deutschland hatte eine Bürgerkrieg zur Folge, beim Umsturzversuch Jahre später mussten ebenfalls etliche Menschen ihr Leben lassen.
Einzig beim Fall der Mauer gab es, meines Wissens nach, keine Toten.
Aber das alles ist nichts im Vergleich zu dem, was 1938 in diesem Land geschah.
Glaubenshäuser wurden zerstört, Menschen inhaftiert oder gleich getötet.
Die Progrommnacht zeigte mehr als deutlich, wozu der Mensch in der Lage ist, und es erschreckt mich immens, dass es heute noch Leute gibt, die den damaligen Opfern die Schuld an den Ereignissen zuschreiben.
Diese Ereignisse sind beschämend, nach wir vor, denn niemand soll sich unsicher fühlen nur aufgrund seines Glaubens.
Ja, ich glaube an die Ahnen, und auch wenn die damaligen Herrscher so manches von dem alten Glauben für sich und ihr Handeln in Anspruch genommen haben, deren Nachfolger tun es in der Gegenwart leider auch noch, so ist es kein Grund für mich, diesem Glauben den Rücken zu kehren.
Im Gegenteil.
Ich lasse mir meinen Glauben nicht von irgendwelchen Dumpfhirnen, die nur vom Reflex her atmen, meinen Glauben bestimmen.
Die Ahnen wachen über uns, aber die Ahnen richten auch.
Und ich bin mir sicher, dass Hass, Hetze und Mord in ihren Augen keine Zustimmung findet.

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