Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten
Jeder kennt wohl zumindest den Beginn dieses Liedes, und ich fand diesen Anfang für dieses Thema mehr als nur passend.
Freie Menschen.
Ja, das sind wir und daran führt kein Weg vorbei.
Aber stimmt es?
Nicht zu einhundert Prozent, denn es gibt da so ein paar Dinge, die uns in geistige Ketten legen.
Durch berufliche Tätigkeiten sind wir in der Lage das eigene Leben zu finanzieren, doch das bedeutet, das eben diese Tätigkeiten einen Einfluß auf uns haben, denn wir investieren eigene Zeit und Kraft dafür.
Das trifft auch auf den Zustand zu, wenn man staatliche Hilfe bekommt, denn auch hier ist man gewissen Regeln unterworfen.
Ja, auch die Gesellschaft sorgt durch Gesetze und Regeln für eine Einschränkung, aber schon hier fängt der freie Wille an zu rebellieren.
Die ewige Disskussion um das Feierverbot zu Karfreitag ist da nur ein Beispiel, ein anderes wäre die so berühmte Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Wer hat der eigenen Lust nicht schon nachgegeben und sie im Freien ausgelebt?
Tja, leider verboten – und doch tut man es.
Und genau darum geht es.
Der Freie Mensch hält sich an die Regeln, doch er sucht sich genau hier die Freiräume die er braucht.
Und das ist für mich kein Widerspruch; das ist für mich ein Zeichen der Freiheit.
Eine Gesellschaft bucht Regeln, denn sonst ist ein vernünftiges Zusammenleben schlicht und ergreifend nicht möglich.
Doch diese Regeln sollten niemals erdrücken, erniedrigen oder unterwerfen.
Deswegen unterscheide ich immer zwischen Regeln, die allgemeingültig sind (Arbeit, Verbot von Straftaten etc) und solchen, die eher moralischer Natur und, meiner Ansicht nach, religös geprägt sind.
Gerade diese Regeln eröffnen einen extremen Freiraum, den es zu nutzen gilt.
Der Sex spielt dabei eine Rolle, das ist völlig klar, denn im Freien sind die Energien wesentlich kraftvoller als in geschlossenen Räumen.
Das gilt auch für das Meditieren.
Auch hier habe ich selten Kleidung an mir, und das ist auch so, wenn ich im Freien meditiere.
Selbstverständlich gilt hier die Rücksicht auf Andere; Gruppenmeditationen ohne Kleidung zu vollziehen ist möglich, aber es ist nicht jedermanns Sache und wäre damit kontraproduktiv.
Freiheit ist also immer mit Kompromissen verbunden, doch das tut dem Eigentlichem keinen Abbruch, denn Freiheit, die ich meine, ist auch immer etwas was im Privaten stattfindet.
Und deswegen sage ich, dass wir alle im Grunde unseres Herzens freie Menschen sind.
Wir können entscheiden, und wir sollten genau das tun.
Jeden Tag und zu jeder Zeit.
Wir entscheiden was uns heilig ist, und niemand kann uns in diese Entscheidung hinein reden.
Hören wir nie auf damit sondern leben es zu jeder Zeit.

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