Eine Woche Urlaub im März auf Amrum.
Eine Woche Abstand gewinnen, die Natur genießen und die Energien fließen lassen.
Ich mache mit nichts vor wenn ich schreibe, dass ich seit November 2022 unter Strom stehe und nur selten die Möglichkeit zur kompletten Erholung habe.
Aus diesem Grund war ich auch glücklich, dass ich rechtzeitig meinen Urlaub gebucht hatte, und auch wenn die Anreise, wieder einmal, eine kleine Herausforderung war, der Zug fuhr nicht von Altona sondern von Pinneberg, zwischen Husum und Bredstedt gab es einen Schienenersatzverkehr, so war es doch der Beginn einer Woche der Entspannung.
Tatsächlich hatte ich mir eine Verbindung herausgesucht, bei der ich sehr viel Zeit hatte.
Zeit für einen entspannten Umstieg in Niebüll und Zeit für einen Tee in Dagebüll.
Ok, soviel zur Theorie – kommen wir nun einmal zur Praxis.
Durch den Schienenersatzverkehr hatte ich lediglich eine etwas längere Wartezeit in Niebüll, doch auch diese, ungeplante, Änderung ließ ich mir die Vorfreude auf die kommende Woche nicht nehmen, denn selbst das Wetter hatte ein Einsehen mit mir.
Das Erste, was ich auf der Insel tat nachdem ich angekommen war, war das Besorgen von Feuerholz.
In meiner Unterkuft befand sich ein Kaminofen, und wer die Möglichkeit zu dieser Jahreszeit hat, der sollte sie sich nicht entgehen lassen.

Es gibt nichts herrlicheres als nach der Sauna, die sich ebenfalls in der Unterkuft befand, vor dem Kamin zu liegen und sich absolut zu entspannen.
Tatsächlich war es eine Woche der absolten Entspannung.
Ja, ich hatte es mir vorgenommen, doch es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem was man möchte und dem wie es auch wirklich kommt.
In dieser Woche kam es aber tatsächlich so wie ich es mir vorgenommen hatte.
Und wenn ich ehrlich sein soll, dann hatte ich mir auch nicht mehr vorgenommen.
Die Entspannung und das Herunterkommen war wirklich das Einzige, was ich mir vorgenommen hatte.
Natürlich – das Spazierengehen in der Natur und den Wind am Strand spüren, der Besuch meiner Freunde Annette und Karsten im Teekontor, Essen im Torhaus oder bei Gundt oder einfach in der Unterkunft kochen.
Unternommen habe ich viel, doch die Entspannung, die Erholung, stand bei all dem an erster Stelle.
Deswegen hatte ich auch meine morgendliche Meditation, die ich ja schon seit Monaten als morgendliches Ritual eingeführt habe, in dieser Woche noch einmal intensiviert.
Tatsächlich stand der Dienstag zum Beispiel ganz im Zeichen einer Vollmondmeditation, die ihren Höhepunkt am Abend in einer spontanen Art des YingYoga erfuhr.

Amrum im März 2023, das war ein Urlaub, bei dem das Wetter mal wieder so richtig zeigte was alles passieren kann.
Ich habe auf dieser Insel schon so manches erlebt; Seenebel, Sturm, extreme Hitze, einen Urlaub voller Regen – alles war vorhanden.
Schon im Vorfeld hatte ich in meiner Wetterapp immer wieder mal geschaut wie sich das Wetter entwickeln kann, und je näher der Urlaub kam, desto wahrscheinlicher wurde es, dass ich mit Schnee rechnen konnte.
Tatsächlich wurde es, natürlich, komplett anders, denn lediglich bei dem Sturm am Dienstag lag der Vorsage richtig.
Bereits am Montag abend wurden die Böen stärker, und der Dienstag stand bis zuim Nachmittag ganz im Zeichen von starken Böen, die locker die über 90 Stundenkilometer schnell waren
Das war eindeutig der Tag der Energie, zumal es auch der Tag des Vollmondes war.
Es war auch der Tag, an dem ich die meisten Besorgungen erledigt hatte, denn bei einem solchem Wind spazieren zu gehen ist etwas, das ich nun wirklich nicht brauche.
Den Spaziergang hatte ich eindeutig auf den Nachmittag verlegt, und auch hier wurde ich von Amrum nicht enttäuscht.
Diese Insel ist und bleibt ein Kraftort für mich.
Amrum ist ein Ort, dessen Energie mich stärkt, und da spielt das Wetter wirklich eine untergeordnete Rolle.
Die Vollmondmeditation am Dienstag hatte es mir wieder einmal bewiesen.
Aber nicht nur die, denn der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Schnees.
Ja, tatsächlich hatte ich wirklich Schnee auf Amrum erlebt, und das auch eher durch einen Zufall.
Mein eigentlicher Plan war ein Strandspaziergang von Norddorf nach Nebel, doch Filmaufnahmen verhinderten dieses und so ging ich, spontan und trotz meinen Beines, um die Odde.
Und genau hier kam ich in meinen ersten kleinen Schneesturm auf Amrum.





Es hatte zwar schon in der Nacht ein wenig geschneit, in Nebel war wirklich alles weiß, aber mit sowas hatte ich nun wirklich nicht mehr gerechnet.
Ironischerweise war es nur in Norddorf und an der Odde; auf der restlichen Insel war von Schnee nichts mehr zu sehen.
Hier schien wirklich nur die Sonne, und das zog sich im Grunde genommen den ganzen Urlaub so hin – es war von allem etwas dabei.
Ja, auch hin und wieder Schneefall.
Amrum im März 2023, das war auch ein Urlaub im Aufbruch der Natur.

Überall konnte man trotz der wechselsehen, wie der bald begingende Frühling seine Vorboten ins Land schickte.





Vielleicht habe ich genau deswegen die Energien dieser Insel deshalb so intensiv gespürt, denn wenn die Natur wieder erwacht, dann sind bekanntlich die Energien absolut frei.
Es war herrlich, dieses Schauspiel zu erleben.
Überall begannen die Knospen langsam ihre Köpfe hervor zu strecken und zu zeigen, dass sie wieder da sind.
Die Vorfreude auf den Frühling spürte ich auch in mir, denn in diesem Jahr würde so manches anders werden als in den letzten Jahren.
Das war mir schon lange klar, doch in den Meditationen, die ich auch hier auf Amrum regelmäßig abhielt, wurde mir das noch einmal deutlich.
Wenn man das Erwachen der Natur spürt, dann spürt man auch diese Energien in sich selbst und kann sie für sich nutzen.
Amrum im März 2023 zeigte mir deutlich den Weg und die Richtung.
Tja, und nun muß ich auch mal etwas negatives loswerden.
Sicherlich, ich kann es verstehen, wenn man Amrum als Filmkullisse nutzen möchte, denn diese Insel hat ja auch wirklich alles zu bieten.
Was ich aber nicht verstehen kann ist ein Umgang mit den Gästen der, milde formuliert, sehr zu wünschen übrig lässt.
Wenn man am Strand nicht mehr entlang kann und selbst der Weg um die Südspitze von Filmleuten gesperrt wird, dann ist das nicht mehr lustig.



Und das sage ich nicht nur als Tourist, denn bei den zahlreichen Unterhaltungen mit den Insulanern kam auch immer wieder dieses Thema auf.
Mittlerweile hat sich zwar ein kleiner Runninggag daraus entwickelt („Ist das Kulisse oder ist es wirklich so?“), doch das sehe ich eher als den berühmten friesischen Galgenhumor an.
Liebe Filmschaffenden, ich kann euch ja verstehen, doch wenn ihr an einem Ort seid um zu arbeiten, dann vergesst nicht, dass auch andere hier arbeiten – und zwar täglich.

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