Als ich im Oktober 2022 eher durch Zufall von einem Hügelgrab ganz in der Nähe meines Wohnortes erfahren hatte, da war ich Feuer und Flamme.
Ein Hügelgrab im Klövensteen, nur ein paar Kilometer von meinem Kraft- und Ritualsplatz entfernt – man kann sich ja vielleicht meine Neugierde vorstellen.
Im November wollte ich mich dann auf die Suche machen, doch wie so oft haben die Ahnen anderes geplant.
Private Ereignisse sorgten für eine Verschiebung auf dieses Jahr, und zu Ostersonntag war es dann soweit.
Zugegegeben, es war eher ein Zufall dass die Suche auf diesen Tag fiel, denn eigentlich wollte ich lediglich spazieren gehen und dabei den Kopf frei bekommen.
Die Tage und Wochen vor Ostern hatten es wirklich wieder einmal in sich und irgendwann ist man einfach an dem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht mehr geht.
Als ich an der kleinen Waldschänke, ein beliebtes Ausflugslokal hier im Klövensteen, einen Kaffee getrunken hatte, erinnerte ich mich wieder an mein Vorhaben aus dem letzten Jahr und schaute mir die Bilder der Karte an, die ich damals gemacht hatte.

Tatsächlich hatte ich bei einem Spaziergang in der Wedeler Marsch eine Wanderkarte entdeckt, auf der zahlreiche Hügelbräber makiert waren.
Am für mich interessantestem war jedoch eben dieses im Botterbargmoor, denn zu Fuß wäre es keine zwei Stunden entfernt und die eingezeichnete Lage, mitten im Wald und abseits der Wege, würde es perfekt machen wir Ahnenanbetungen.
Der Ehrgeiz hatte ich mich gepackt, und so schaute ich mir eine Wanderkarte an der kleinen Waldschänke an.
Dort war von einem Hügelgrab nichts zu sehen.
Nun, es kann verschiedene Gründe haben, doch die Tatsache, dass ich im November zur Vorbereitung meiner Suche zahlreiche Artikel darüber gefunden hatte, bewiesen, dass es eines dort geben mußte.
Nun denn, ich versuchte mein Glück – doch auch an diesem Tag hatten die Ahnen wohl anderes mit mir im Sinn, denn meine Suche war ohne Erfolg.
Querfeldein führte mich mein Weg durch einen Teil des Waldes, den ich bisher noch kannte, bis ich wieder mir bekannte Wege erreichte.


Hier ging ich weiter, überquerte einen kleinen Graben und hatte kurz die Hoffnung, dass ich mein Ziel erreichen würde, denn genau dieser Graben war auf der Karte am Deich, der Ursprung des Ganzen, eingezeichnet.
Doch schnell mußte ich erkennen, dass ich keinen Erfolg haben würde, denn auf der linken Seite des Weges, genau dort, wo sich das Hügelgrab befinden sollte, war alles einzäunt.
Nun war das Hügelgrab in einem Waldstück makiert worden, und ich vermute, dass es sich genau hinter dieser Absperrung befindet.
Absperrungen sind für mich heilig, denn es gibt gerade im Wald immer einen Grund weshalb man Zäune errichtet, denn meistens werden sie zum Schutz für Tiere aufgestellt.
Nun, meine ‚Befürchtung‘ ist, dass sich das Hügelgrab genau hinter einer solchen Absperrung befindet.
Wohlgemerkt – ‚Befürchtung‘.
Nicht Gewissheit.
Ich werde nun verschiedene Stellen anschreiben, und vielleicht bekomme ich so Antworten, die mir dieser Spaziergang nicht geben konnte.
Denn die Suche beenden ist für mich keine Option.
Nicht solange ich keine Gewissheit habe.

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