Seit meinem Spaziergang am Ostermontag hat sich einiges bei mir getan, und durch das Ehegeleit, welches ich in der BeltaneNacht führen durfte, gar sich diese Veränderung kontinuierlich fortgesetzt.
Ja, ich habe mich verändert.
Meine Einstellung zu gewissen Dingen und Themen befindet sich zur Zeit in einer radikalen Rundumerneuerung.
Es ist nicht nur die immer wiederkehrende Frage nach den Zeiten, sondern auch die Frage nach dem, was man gemeinhin unter den Göttern und dem Götterglauben versteht.
Die Ahnen sind die Götter, die Götter sind die Ahnen – diese Erkenntnis trage ich seit Ostermontag in mir, es ist ein neues Mantra, das sich langsam mit Leben füllt.
Doch wer oder was sind eigentlich die Götter?
Jeder kennt sie.
Odin, Thor, Freya, Loki und wie sie alle heißen mögen.
Denkt man an sie, dann denken die meisten an die Gewalt der Wikingerzeit.
Doch sind das die Götter?
Wotan, wie Odin in der germanischen Region auch genannt wurde, ist in der Darstellung so völlig anders als in der skandinavischen Mhytologie, wie wir sie in der Edda wiederfinden.
Waren die Stämme im sogenannten Germanenischem Gebiet also weniger gewalttätig als in Skandinavien?
Oder ist es lediglich unser Bild, geprägt durch Geschichten und Serien über die Wikinger?
Eine Antwort darauf wird es wohl so schnell nicht geben, doch wir dürfen den Kontext nicht vergessen.
Gewalt war damals mal mehr und mal weniger an der Tagesordnung, doch darf sich davon unser Bild nicht täuschen lassen, denn nicht alle Menschen der damaligen Zeit waren Wikinger.
Demnach dürfen wir den Glauben an die Götter auch nicht auf nur die Gruppe reduzieren.
Vielmehr sollten wir versuchen, den Blick auf das Ganze zu richten, und dazu gehört der Glaube an die Götter als Teil der Natur.
Menschen, die im südlichen Germanien lebten, ungefähr das Gebiet des heutigen Deutschlands, waren eher ländlich geprägt, und da war das spätere Tafeln in Walhala sicherlich anders als im heutigen Skandinavien.
Tatsächlich darf man den Blick nicht verengen.
Öffnet man den Blick, dann wird einem eine wundervolle Welt offenbart.
Die Götter sind keine Kriegsgötter.
Die Götter sind dem gegenüber gnädig, der den Glauben nicht verloren hat.
Allen anderen werden sie überzeugen.

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