Tag 1 nach der Europawahl, und die EU gibt es immer noch.
Zum Glück, wie ich sagen muß, denn auch wenn ein Scheitern der EU von so manchen sogenannten Experten immer wieder vorhergesagt wurde, so war mir klar, dass es sich hierbei um ein Szenario handelt, welches, in meinen Augen, absolut unwahrscheinlich war.
Zumindest kurzfristig, also auf den Tag bezogen.
Langfristig betrachtet steht die EU vor großen Herausforderungen, und diese Herausforderungen werden uns alle so manches abverlangen.
Erschreckt mich die Tatsache, der die Parteien der Bundesregierung so schlecht abgeschnitten haben?
Nein, denn man hat damit gerechnet.
Versetzt das Abschneiden der AfD in Panik (immerhin ist diese Partei auf Platz 2 gekommen)?
Nein, denn auch wenn die Themen nicht gerade sehr europäisch war, so war es dennoch eine Europawahl.
Und ein Misstrauen gegenüber der EU ist nun wirklich nichts Neues.
Für mich ist diese Wahl ein Auftakt, denn auch wenn es Pausen dazwischen gibt, so steht der 9. Juni 2024 für mich als Beginn eine Wahlzeit, die erst im Herbst 2025 endet.
Im Herbst 2024 diverse Landtagswahlen, im Frühjahr 2025 Bürgerschaftswahl in Hamburg und dann, im Herbst 2025, Bundestagswahl.
DAS wird interessant, und doch sollte man das Ergebnis dieser Europawahl als Warnschuß deuten, denn wenn die politischen Unruhen so weiter gehen, dann sehe ich Parteien wie die AfD tatsächlich in der Position einer Art der Mehrheitsbeschaffung für die Union.
Und was würde das für unser Land bedeuten?
Nichts Gutes, soviel steht fest, denn man muß sich nur die letzten Äußerungen aus Bayern hinsichtlich des Christentums genauer anschauen um zu wissen, dass eine Regierung der Union mit Zusammenarbeit der AfD, in welcher Art und Weise auch immer, nicht gut für dieses Land sein wird.
Aber auch die liberale Partei sowie Parteien links der Mitte sollten überlegen, ob der eingeschlagene Weg wirklich der Richtige ist.
Die bisherige Art der Politik hat ganz offensichtlich für eine Überforderung in der Gesellschaft gesorgt, was ich sehr gut auch an mir selbst beobachten kann.
Man sollte vielleicht Reformen, die notwendig sind, langsamer angehen und nicht, wie bisher, im Laufschritt durchziehen.
Letztendlich war diese Wahl, wieder einmal, ein Fest für die Demokratie, denn solche freien Wahlen sind nach wie vor ein Beweis dafür, das eben diese Demokratie, trotz allen Unkenrufen, funktioniert.

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