Samhain ist vorbei, der 31. Oktober 2024 längst Geschichte, und doch ist dieser Beginn des zweiten Abschnitts innerhalb der MabonDekade nach wie vor prägend, denn dieser Tag hat so vieles verändert, er kann durchaus als Tag des Neubeginns gewertet werden.
Dieses Mal fand der gesamte Tag in Tradition der Zeitlosen statt, und er begann bereits mit einem Ritual in der Nacht zum 31.
Wir waren zu dritt, und wir trafen uns bei mir, wo sich jeder von uns sich auf das Ritual vorbereitete.
Gegen 23 Uhr gingen wir los und hatten gegen halb zwölf unser Ziel, meinen Kraftplatz im Wald, erreicht.
Es begann ein Ritual, welches als Abschiedsritual für die vergangene Zeit gedacht war, doch es wurde viel mehr, denn wie schon beim Ritual zu Mabon, so spürte ich auch diesmal die Anwesenheit anderer sehr deutlich.
Wie damals, so bin ich mir auch diesmal sicher, dass es erstens keine Einbildung war, denn nicht nur ich habe die Anwesenheit wahrgenommen, und zweitens das es sich dabei um die Zeitlosen handeln musste.
Diese Vermutung hat einen guten Grund, denn beide Rituale waren in erster Linie nicht nur in der Tradition dieser Gruppe, es wurden auch die Heiligtümer bei beiden Ritualen erweitert und den Ahnen und den Göttern geweiht.
Ja, richtig gelesen – den Göttern, denn tatsächlich treten diese immer mehr in mein spirituelles Leben.
Das Abschiedsritual endete kurz nach Mitternacht, und zu dritt gingen wir, nachdem wir uns bei den Ahnen, den Göttern und dem Platz bedankt hatten, wieder zurück.
Der Tag verlief relativ ruhig mit einem ausgiebigen Frühstück und einem anschließendem Spaziergang in der Hafencity, doch schon hier, und auch bei dem späterem Essen im Restaurant, war deutlich zu spüren, das jeder seinen eigenen Gedanken nachhing, denn das Erlebte in der Nacht hatte jeden von uns ganz offensichtlich mitgenommen.
Am Abend folgte dann der zweite Teil des Rituals.
Es ging wieder in den Wald, und diesmal hielten wir ein Weihe- und Willkommensritual ab, und gerade das Weiheritual möchte ich an dieser Stelle etwas näher beschreiben, denn es ist für mich persönlich der wichtigste Teil.
Ziel war, die Heiligtümer der Zeitlosen erneut zu erweitern.
Diesmal kamen zwei neue Ringe hinzu, und in dem Zuge wurde die Heiligtümer nicht nur umbenannt, dazu komme ich gleich, sondern auch zwei neue Ahnenringe geweiht.
Gerade hierzu gibt es eine Geschichte, die mich immer noch nachdenklich stimmt, denn es ist etwas eingetreten, das mich nach wie vor beschäftigt.
Als damals die Heiligtümer der Zeitlosen, mein Notizbuch, mein Ahnenkelch und auch mein Altar von meiner damaligen Freundin entsorgt wurden, da gehörte auch mein Ahnenring dazu.
Es war ein Silberring mit geflochtetem Muster.
Ich hatte mir im Laufe der Zeit die Heiligtümer neu besorgt, einen neuen Kelch, einen neuen Altar und auch einen neuen Ahnenring, der jedoch so komplett anders aussieht als der Ursprüngliche, denn er wer einfach nur schlicht.
Ich hatte im Laufe der Zeit meine Wohnung immer wieder neu umgestellt, wozu auch der Teppichboden gehört, und doch hat sich etwas ergeben, was für mich wie ein Wunder ist, denn der ursprüngliche Ahnenring lag eines Abends auf dem Kissen vor meinem Altar.
Eigentlich dürfte er nicht mehr da sein, und doch trage ich ihn wieder.
Natürlich war er angelaufen, und doch ist es der erste Ahnenring.
Er wurde nicht entsorgt, er war die ganze Zeit hier – und das kann ich mir halt nicht erklären, und diese Frage beschäftigt mich die ganze Zeit.
Das Ritual hatte die Weihung zweier neuen Ahnenringe als Element, der erste Ring war, als ich den Gedanken daran hatte, noch nicht wieder aufgetaucht, denn ich wollte den Brauch der Zeitlosen an die Zukunft anpassen und mir hier die Möglichkeit des Wechsels geben.
Aber auch die Ringe der Zeitlosen, neben den Anhängern DAS zentrale Heiligtum, wurden in dem Ritual erweitert.
Gleichzeitig habe ich den Namen der Ringe geändert.
War es früher der Ring der Zeitlosen, so sind es nun schlicht und ergreifend die Zeitlosenringe.
Drei Stück sind es, die nun immer zu bestimmten Anlässen, Rituale und Feierlichkeiten, getragen werden; sie symboliseren die Besonderheit der Zeit und die Verbundenheit mit den Ahnen und den Göttern.
Diese Ringe sind farblich erkennbar, wohingegen die Ahnenringe aus Silber bestehen.
Das Besondere daran ist, daß nun auch die Götter explezit erwähnt wurden im Ritual, und nach dem Weiheritual, während der letzten Worte, nahm ich etwas war, was ich so schon lange nicht mehr gespürt habe; eine Energie, die mich mit solch einer Kaft durchströmte, das es mich mental fast umgehauen hätte.
Es war eine Energie, wie ich sie so das letzte Mal beim Auflösungsritual der Zeitlosen wahrgenommen habe.
Damals war es eine energiegeladene Trauer, dieses Mal war es das genaue Gegenteil.
Es war, als hätte mir die Energie signalisieren wollen, daß es nun auch wirklich Zeit für diesen Schritt wurde.
Ich weiß nicht, wie der Weg aussieht, den ich nun beschreiten werde, aber ich weiß, daß ich dabei nicht alleine sein werde.

Das sind so kraftvolle Beschreibungen Bruder. Man spürt die Magie noch nach in deinen Worte.
LikeLike