In kalten Nächten und heulenden Stürmen ziehen die Toten durch die Welt der Lebenden- Schreie und Waffenklirren erfüllen die Luft und deine Tür bleibt besser verschlossen
Assoziationen
Winter – Tod – Geister – Sturm – Ekstase – Ordnung
Botschaft & Deutung
Die Wilde Jagd findet in den zwölf Nächten um den Jahreswechsel statt und bezeichnet das Heer der Toten, das von Odin angeführt mit den Winterstürmen durch die Dörfer zieht.
Unsere Vorfahren zogen sich in dieser Zeit zurück, blieben im Haus und wagten sich kaum nach draußen, da es hieß, dass dieses Heer die Unvorsichtigen mit sich ins Reich der Toten nahm.
Wahrscheinlich spielen in diesen Mythos auch Reste von Kultfeiern einiger Kriegerbünde hinein, die sich Odin – dem Gott der Ekstase – weihten und wild lärmend (und wohl wenig zimperlich) durch die Lande zogen.
Wenn du die Karte der Wilden Jagd ziehst, ist das daher eine Einladung zur Einkehr. Zieh dich für eine Weile von den Stürmen im Außen zurück, konzentriere dich auf dein Inneres und ganz praktisch auch auf dein Heim: Meditiere, lies ein wirklich gutes Buch, kontempliere, halte Rückschau in deinem Leben, bring Ordnung in deinc Angelegenheiten sortiere deine Ideen und ebenso die Dinge, die du in den letzten Jahren erworben hast Schaffe dir innerlich Ruhe, auch wenn draußen vor deiner Tür ein wildes Durcheinander herrscht.
Jetzt ist die Zeit, ganz bei dir selbst zu bleiben und dich nicht ablenken, nicht hinauslocken zu lassen.
Ebenso kannst du nun deine Vorräte überprüfen -sowohl die inneren Ressourcen als auch ganz praktisch deine Speisekammer: Wie bist du in deinem Leben aufgestellt? Was hast du schon? Was benötigst du noch? Was kannst du getrost entsorgen?
Was bedeutet diese Karte für mich?
Gerade die Einladung zur inneren Einkehr ist passend, denn Ostara ist für mich auch immer die Zeit des Fastens und damit auch, natürlich, die Zeit der inneren Beobachtung.
Wo kann ich an mir arbeiten, wo kann und muss ich mich verändern?
Das sind Fragen, die während dieser Zeit im Vordergrund stehen, und die Karte Die Wilde Jagd steht genau dafür, denn die Fastenzeit hat auch eine sehr wilde Seite.
Das liegt nicht an dem Verzicht, hier gilt es eher sich darauf zu fokussieren was eben dieser Verzicht mit einem macht.
Nein, die Wildheit liegt einzig und allein an der Tatsache, dass die Fastenzeit in einer Dekade des Erwachen liegt.
Diese beiden Kombinationen machen Ostara für mich zu einer wilden Zeit, und somit hat es mich auch nicht verwundert, das ich genau diese Karte aus dem Deck gezogen hatte.
Eine Karte, die mich von nun an die gesamte Dekade über begleiten wird.
Das Deck inklusive das entsprechende Begleitbuch dazu stammt von Jennie Appel, Dirk Großer und Kai Uwe Faust.
Bestellen kann man es über jede Buchhandlung, bei Amazon oder direkt über den Verlag.
Ich danke dafür, dass ich den Originaltext inklusive entsprechende Karte verwenden darf

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