Die Germanen und ihre Götter – Die Sachsen

Denkt man an die Sachsen, so hat man vermutlich zunächst einmal den Freistaat im Osten der heutigen Republik im Kopf; eventuelle noch Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, doch das ist, zuimindest im ersten Fall, grundlegend falsch, denn was wir heute als Sachsen kennen hat so rein gar nichts mit dem zu tun was um die Zeitenwenden herum los war, denn tatsächlich waren die Sachsen ein Völkerverband, der sich, vermutlich, um das dritte Jahrhundert herum gebildet hat und wahrscheinlich ein Zusammenschluß der Stämme der Chauken, Angrivarier und Cherusker ist.
Diese lebten während des ersten Jahrhunderts im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande, also kann man dieses Gebiet wohl mit ruhigem Gewissen als das ursprüngliche Stammesgebiet der Sachsen bezeichnen.

Funfakt am Rande – auch das heute Friesland gehört dazu, denn tatsächlich gab es zwei Arten von Friesen (dazu im nächsten Beitrag aber mehr).

Die heutige Wissenschaft geht davon aus, dass sich im dritten Jahrhundert sogenannte Landnehmer, die entsprechend ihrer Waffen sich selbst Sachsen nannten, aus dem Gebiet der Angeln im heutigen Schleswig-Holstein nach Süden verlegt haben und hier auf Einheimische trafen, deren Sprachen grundsätzlich unterschiedlicher waren als die Eigene.

Die Landnehmer setzten sich durch, und so entstand letztlich nicht nur der Großstamm der Sachsen; auch das Gebiet, in dem sie lebten, wurde so genannt.
Und das alles aufgrund einer einzigen Waffe, die sie immer bei sich trugen – ein Schwert, welchem sie den Namen Sax gaben.


Über den Glauben der Sachsen weiß man im Grunde genommen sehr wenig, denn tatsächlich kommt es gerade in einem Gebiet, dem heutigen Norddeutschland, zu einer dermaßen starken Verschmelzung unterschiedlicher Glaubensrichtungen das der eigentliche Kern kaum noch zu erkennen ist.

Durch Karl dem Großen und dessen Taufgelöbnis weiß man aber, dass die Sachsen neben Wodan und Donar einem namens Gott Saxnot abzuschwören hatten, und dieses macht es nun wirklich spannend, denn da dieser Gott explezit genannt wird scheintg er für die Sachsen eine entsprechende Bedeutung zu haben.

Zum anderen hat dieser Gott sehr viel mit Tyr gemeinsam, was mich zu dem Schluß kommen lässt, dass Saxnot lediglich ein anderer Name für Tyr ist.

Interessant ist es deswegen, weil Tyr VOR Wodan/Odin DER Hauptgott unzähliger Germanen war.

Fast scheint es, als würden die Sachsen einen nicht gerade sehr kleinen Teil des Landes für sich beanspruchen.

Ein Teil des Landes, was letztendlich von der Eider bis an den Harz reichte.

Übrigens, und das sei an dieser Stelle lediglich als Randnotiz zu verstehen, waren die Sachsen nicht nur räuberisch; die Tatsache, dass sie mit den Angeln ein Bündniss geschmiedet hatten, welches letztlich zur Eroberung Britanniens führte, macht deutlich, dass sie auch Menschen waren, die ihr Handeln überlegten.

Und die Tatsache, dass sie nicht nur zu Lande, sondern auch zu Wasser erfolgreich waren, es gibt unter den damaligen Berichtschreibern nicht wenige, die die Sachsen auch als Seeräuber bezeichneten, zeigt, dass sie die Kunst der Seefahrt beherrschten.

Diese Sachsen haben historisch übrigens nichts mit jenen Sachsen zu tun, die wir heute kennen.

Das heutige Sachsen trägt seinen Namen aufgrund eines Erbes, wodurch der Stammesname in das heutige Gebiet kam.

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