Immer Aufarbeiten?

Es gibt Augenblicke, die können einen prägenden Charakter haben, doch ich stelle mir immer wieder die Frage, ab wann eine solche Prägung ein Problem ist und ab wann nicht?
Im Podcast hatte ich mir in der letzten Folge meine Gedanken über Begriffe gemacht, die fast schon inflationär benutzt werden, und der Begriff Schattenarbeit gehört für mich mit dazu.

Benötigt man sogenannte Schattenarbeit?

Um es vorweg zu nehmen – es gibt Dinge, die sollten aufgearbeitet werden; das steht völlig außer Frage und sollte auch nie Teil einer Debatte sein.

Aber was, wenn man sich nicht negativ beeinträchtigt sieht?
Was, wenn man der Ansicht ist, das es einem gut geht?

Nun, ich persönlich habe einiges erlebt.
Sehr viel sogar, und natürlich war nicht alles davon positiv, und doch hat es mich geprägt, denn schließlich waren es Dinge und Ereignisse, die ich erlebt habe.

Das soll nun nicht heißen, dass es für jeden gilt.
Ganz bestimmt nicht, denn jeder Mensch geht völlig anderes mit solchen Situationen um, und auf jeden Menschen hat sowas eine andere Wirkung.

Ich bin nicht stark, das ganz bestimmt nicht, aber ich habe gelernt Dinge einfach nicht so nah an mich heran zu lassen.

Eine Beziehung wird zur Hölle?
Gut, dann wird ein Schlußstrich gezogen.

Jemand möchte Platz in meinem Leben?
Nö, denn das entscheide ich, und wenn ich es zulasse, dann entscheide ich wie weit dieser Platz reicht.

So einfach ist es bei mir, und wem das nicht gefällt, der kann gerne wieder gehen.

Wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Ansicht, aber es ist eine Ansicht, mit der ich sehr gut lebe, denn sie hilft mir mich auf das zu fokussieren was wirklich wichtig ist – das Leben.

Viele denken, und sagen es auch, dass ich wegen unterschiedlichen Dingen einfach traumatisiert bin.
Bin ich das?
Keine Ahnung, und es ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn ich lebe ein Leben welches mir gut tut, und nur das ist für mich relevant.

Natürlich gibt es, wie in jedem Leben, Höhen und Tiefen, doch es kommt auf jeden einzelnen drauf an wie man damit umgeht.
Natürlich gibt es Ereignisse, die einen prägenden Charakter haben, doch solange man deswegen nicht am Boden zerstört und nicht mehr hoch kommt, solange sollte man sich selbst Fragen, ob eine professionelle Aufarbeitung nötig ist.

Wir alle sind charakterlich von dem geprägt was wir erlebt haben.
Nehmen wir das doch einmal an.

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