Es gibt Dinge im Leben, die sind in der Lage einen Zweifel zu lassen.
Ich bin da keine Ausnahme, denn auch ich bin halt einfach nur ein Mensch, und es war Marvin vom Pagan Podcast, der mich mit dieser Aussage wieder daran erinnert hat.
Aber was ist passiert, denn immerhin hatte ich eine Pause gemacht auf allen Kanälen?
Es war der 13. September 2025, und dieses Datum wird sich wohl in meinen Erinnerungen eingebrannt haben.
Ein Sonnabend wie jeder andere.
Die ganze Woche war ich jeden Tag vor der Arbeit im Pflegeheim, denn es lag immer etwas an, und als ich mich am Freitag verabschiedet hatte, da schien es wirklich so zu sein, dass das Schlimmste überstanden war, denn schließlich hatte ein Pfleger dafür gesorgt, dass die Dame einen neuen Fernseher bekommt.
Nun ja, wenn man den ganzen Tag einfach nur im Bett liegt und das Radio nicht wirklich eine Abwechslung ist, dann kann der Fernseher durchaus hilfreich sein.
Abends war die Dame telefonisch nicht zu erreichen, und nach Aussage der Pflegekraft schlief sie tief und fest.
Also alles wie immer eigentlich, doch der Sonnabend brachte die Wende.
Es begann mit einem Anruf bei mir zuhause, was eigentlich nicht passieren sollte.
Meine beste Freundin schickte mir eine Nachricht und informierte mich davon, und ein Rückruf im Pflegeheim machte mir deutlich, das etwas nicht stimmte, denn die Dame, die Mutter meiner besten Freundin und im Laufe der Zeit auch irgendwie zu meiner Mutter geworden, hatte einen Infekt mit hohem Fieber und der Notarzt sei schon informiert.
Na gut, dachte ich, alles wie immer, aber das wird schon wieder.
Dachte ich.
Ein paar Stunden später änderte sich alles, denn ich bekam abermals einen Anruf aus dem Pflegeheim, und diesmal war die Nachricht entgültig.
Die Dame, um die ich mich all die Jahre gekümmert hatte, war friedlich eingeschlafen, doch auch wenn ich ehrlich gesagt schon lange damit gerechnet hatte, so war es ein Schock für mich.
Tiefe Trauer erfüllte mich, und ich verließ das Büro um erstmal an die Luft zu gehen, was einen ersten kleinen mentalen Zusammenbruch zur Folge hatte.
Den ersten von vielen.
Die Abrechnung brachte ich noch fertig, wie ich später erfahren habe sogar fehlerfrei, doch damit endet die Geschichte auch schon.
Es ist schon erstaunlich, was der Mensch alles fertig bringt in solchen Zuständen.
Mein Chef rief mich in der Zwischenzeit an, und an dieser Stelle möchte ich mich bei einem ganz bestimmten Kollegen bedanken, denn dieser hatte meinen Chef bereits informiert.
Er wollte kommen um mich ablösen, doch das hatte ich abgelehnt, denn ich brauchte diese Ablenkung.
Den Weg nach Hause brachte ich hinter mir, und ich überlegte die ganze Zeit, wie ich meiner besten Freundin, der Tochter eben jener verstorbenen Frau, die Nachricht überbringen konnte.
Es ist kein einfacher Schritt, und meine Erfahrung auf diesem Gebiet ist überhaupt nicht voranden, weswegen ich mich auch für den direkten Weg entschieden habe.
Meine Möglichkeit der Trauer endete mit dieser Entscheidung, denn von diesem Augenblick stand meine beste Freundin im Vordergrund.
Die nächsten Tage sind rückblickend wie ein einziges schwarzes Loch, und ich bin froh, dass ich diese Zeit so weit überstanden habe.
Das Leben geht weiter, und trauern tue ich im Stillen, doch was mich auch ein Stück weit ablenkt ist die Tatsache, dass mich diese Trauer ein Stück weit in meinem Glauben erschüttert hat.
Es war nicht der erste Todesfall in meinem Leben, und es wird auch ganz bestimmt nicht der Letzte sein, und doch ist etwas passiert, das ich mir so nicht erklären kann, denn ich zweifelte.
Ich zweifelte an meinem Glauben, denn wenn die Ahnen bei uns sind, wieso bin ich dann so traurig?
Müsste ich nicht vielmehr beruhigt sein, denn die Dame ist ja nach wie vor bei uns?
Das ist eine Frage, die ich mir bisher nicht erklären kann, und diese Frage beginnt mich innerlich zu verändern.
Vieles spielt keine Rolle mehr, und ich weiß nicht, in wie weit sich nicht nur mein Glaube beginnt zu verändern.
Die Zukunft ist so ungewiss wie sie nur sein kann…

Ich drück dich einfach fest,Bruder 🫂
LikeLike