Amrum hat nicht nur bei mir einen sehr hohen Stellenwert; ohne meine beste Freundin und ihrer Familie, die ja im Grunde genommen auch ein Stück weit zu meiner Familie geworden ist, hätte ich diese Insel nie kennen gelernt.








So gesehen ist diese Insel zu einer Art Familieninsel geworden, und sigentlich wollte ich keinen Beitrag über meinen Herbsturlaub auf Amrum schreiben, doch dieser Urlaub war so komplett anders als alle bisherigen das ich ihn unbedingt festhalten möchte.




Seit dem September 2025 ist nichts mehr wie es vorher war, und dieser Urlaub war da keine Ausnahme.
Eine Woche waren wir, meine beste Freundin und ich, auf Amrum, und auch wenn die Trauer gerade bei meiner besten Freundin omnipräsent war, so ließ sie sich davon nicht abhalten.
Wir waren viel spazieren, haben sehr viel geredet und auch gemeinsam geweint, denn der Verlust eines geliebten Menschen hat uns beide verändert.
Insofern tat uns beiden diese eine Woche gut, und das Wetter spielte dabei keine Rolle, denn wir waren wirklich bei jedem Wetter draußen – jedenfalls zum Teil, denn dieses Jahr hat man deutlich gespürt wann wir auf Amrum waren.
Es war herbstlich, sehr herbstlich sogar.




Zu Beginn konnten wir noch am Strand entlang von Norddorf nach Nebel gehen und anschließend weiter nach Wittdün, doch schon am Montag änderte sich das Wetter; Regen und Sonne wechselten sich immer wieder ab, doch der Regen nahm immer weiter zu und wurde vom Wind, der ebenfalls zunahm, begleitet.
Böen von bis zu 100 Stundenkilometer waren es am Ende der Woche, was auch zu einer Sturmflut geführt hatte.










Natürlich ist das ein Wetter, bei dem man sich normalerweise mehr in der Unterkunft aufhält, doch auch diese Tatsache störte uns nicht, denn wir waren immer draußen.

Wir haben viel gelesen, bei mir stand zum ersten Mal ein anderes Buch an, waren im Kino, haben gemeinsam gekocht und ich persönlich habe es tatsächlich geschafft an meinem Buch weiter zu schreiben.





Wir haben viel geredet, viel gelacht und viel geweint.
Amrum im Herbst 2025 – ja, dieser Urlaub, diese eine Woche, war so grundsätzlich anders als es sonst der Fall war, aber auch in diesem Urlaub hat diese Insel in der Nordsee deutlich gezeigt, dass sie ihre Wirkung auf mich nicht verloren hat.
Es war ein Uraub, der in mir auch eine Rückbesinnung auf alte Traditionen wachgerufen hat.
Amrum im Herbst 2025, das war auch ein Urlaub, der durch die Besinnung auf die Natur wieder einmal eine Erkenntnis verstärkt hat – der Mensch, wir Menschen, sind im Vergleich zu dem, was uns umgibt, im Grunde genommen nichts.

Zum Schluß möchte ich ein paar Dinge nicht unerwähnt lassen.
Zum einen betrifft es die Raucher. Ich sehe es immer wieder, dass man seine Kippen achtlos in die Gegend schmeißen. Extra hierfür gibt es die sogenannten Strandaschenbecher, die man, gegen eine kleine Spende, in der AmrumTouristik bekommen kann.
Seit diesem Jahr haben die sogar ein völlig neues Aussehen, was ich persönlich sehr begrüße, denn so kann man sie mehr als einmal verwenden.

Zum anderen möchte ich mich bedanken beim Cafe Schult, bei Annette und Karsten vom Teekontor, bei Meike und Saskia, bei Arne Lorenzen und bei dem Busfahrer der WDR, den ich namentlich zwar nicht kenne, der uns aber nach unserem Spaziergang um die Odde ein Stück weit mitgenommen hatte – einfach weil man sich in all den Jahren natürlich kennt, wenn halt auch nicht mit Namen.
Sollte jemand diesen Fahrer kennen, er ist schon sehr lange dabei und trägt mittlerweile lediglich einen DreiTageBart, dann grüßt ihn bitte ganz lieb vom dem Typen mit dem Stock.
Ich erwähne diese Personen explizit, denn auch wenn es nicht alle wissen – ihr seit ein Teil jener Insel, die mich durch ihren ganz speziellen Zauber geheilt hat.
Ich danke euch.

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