Eine Woche Urlaub auf Amrum, das war, auch wenn er schon lange geplant und gebucht war, nach den letzten Wochen bitter notwendig, denn ich spürte, das ich die Folgen des Sturzes noch nicht völlig verarbeit hatte.
Nach wie vor spürte ich die letzten Züge der Prellungen, und auch die Schmerzen im Bein ließen nur langsam nach.
Dennoch war es eine Woche, die ich, wieder einmal, in vollen Zügen genossen hatte, was auch an dem Wetter lag wie ich gestehen muß, denn nach der zum Teil beißenden Kälte, die im Januar und auch im Februar herrschte, hatten wir plötzlich Temperaturen von über 10 Grad und ständig Sonnenschein.


Hätte mir vor meinem Urlaub jemand erzählt, dass ich in dieser Woche im März draußen sitzen kann, dann hätte ich diese Person sehr wahrscheinlich ausgelacht, doch genauso kam es.

Am 21. Februar findet jedes Jahr das Biikebrennen statt, und einer der Gründe soll die Vertreibung des Winters sein.
Nun, es hat funktioniert – die Geister des Winters sind vertrieben, die Wilde Jagd ist hoffentlicht beendet.


Natürlich habe ich das herrliche Wetter genutzt und war viel unterwegs.
Am Strand, um die Odde, von Wittdün entspannt nach Norddorf entlang der Wattseite und des Wirtschaftsweges – völlig egal was oder wohin oder wie lange es gedauert hat.


Wichtig war den Kopf frei zu bekommen von Gedanken die mit einer Treppe und einem Sturz zu tun haben könnten.
Zu sehen, wie der Frühling sich immer weiter die Bahnen bricht und seinen Platz einnimmt – das tat richtig gut.
Balsam für die Seele, das war diese eine Woche auf Amrum.




Sicherlich, die Insel hat mir in den Jahren, die ich hier nun schon meinen Urlaub verbringe, viel gegeben.
Kraft, Erholung, Freude – alles war dabei, doch das Wichtigste kam nicht weil ich danach gesucht oder es gehofft hatte.
Das Wichtigste, was mir diese Insel geschenkt hat, ist die Freundschaft zu einer sehr lieben Person.
Eine Person, der ich absolut und blind vertraue und deren Freundschaft nicht selbstverständlich ist.
Ich bin froh, dass wir diese Freundschaft noch weiter vertiefen konnten, denn du bist mir sehr, sehr wichtig.
Ich wiederhole mich, dennoch – Ich bin für dich da. Real und stets in meinen Gedanken.

Was bleibt von einer Woche Amrum ist die Erkenntnis, dass das Leben seinen eigenen Gang hat und wir als Menschen uns dem anpassen müssen – ob es uns nun gefällt oder nicht.
Das Leben hat seine eingenen Regeln, und wir müssen es akzenptieren.

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