Ich liebe den Herbst, und wenn ich dann in dieser Jahreszeit eine Woche auf Amrum verbringen kann, dann kann der Oktober, und damit der Herbst, nicht besser beginnen für mich.
Wenn ich abends in der Wohnung sitze, Kerzen an habe und ich meinen Tee genieße während es draußen regnet und windig ist, dann ist es für mich perfekt.
So ähnlich war es auch diesen Herbst.
Schon vor meinem Urlaub war es windig, und auch die ersten Tage waren nicht uninteressant, doch genau so liebe ich es.
Die Anreise begann im Regen, und der fiel nicht gerade wenig, doch hey – es ist Herbst.
Die kommenden Tage waren anders, denn Regen fiel kaum noch, und auch der Wind, der am ersten Tag noch frisch war, hatte nachgelassen.
Um es kurz zu machen – ab dem Mittwoch kam tagsüber der Sommer wieder zurück.
Keine Hitze, aber Temperaturen, die es möglichen machten draußen zu sitzen ohne sich den Hinter abzufrieren und einfach die Seele baumeln zu lassen.
Wenn man einmal bedenkt, was ich im Oktober hier schon alles erlebt hatte, so war ich ehrlich gesagt nicht verwundert darüber.
Im Gegenteil – ich genoß es sogar, auch wenn ich permanente Sonne im Grunde genommen so gar nicht mag.
Auf Amrum hat man tatsächlich die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit verschiedene Wetterlagen zu erleben, aber genau das macht ja auch den Reiz aus.
Wer nun aber denkt, dass ich einfach faul rumlag und nur zum Essen aufgestanden bin, der irrt.
Ich hatte mir ja schon im Sommerurlaub Gedanken über den Herbst gemacht, und deswegen war ich auch viel unterwegs.
Die Hügelgräber standen, natürlich, ziemlich weit oben auf meiner Liste, und innerhalb von zwei Tagen habe ich mir diese vier Orte angeschaut, habe innegehalten und den Ahnen Geschenke dagelassen, was sich bei mir im Laufe der Jahre zu einer Art Tradition entwickelt hat.
Eigentlich wollte ich dieses Thema zu einem zentralen Bestandteil meines kleinen Berichtes machen, doch innerhalb von kurzer Zeit hat sich soviel Material angesammelt, dass es einfach den Rahmen sprengen würde.
Die Hügelgräber bekommen also einen eigenen Beitrag; inklusive der entsprechenden Bilder.
Ebenfalls eine Tradition ist der Besuch der Sauna, die Bestandteil der Unterkuft ist.
Ich war nun schon öfters hier, und jedesmal spüre ich, wie sehr es mir gerade hier gut tut – auch wenn der Urlaub nur eine Woche lang ist.
Diese Unterkuft ist für mich Wellness pur, und auch wenn sie mitten in Nebel liegt, so bekommt man davon so gut wie nichts mit.
Amrum im Herbst, das so völlig anders als im Sommer.
Die ganze Atmosphäre ist eine Andere, und man spürt, wie Menschen hier langsam aber sicher Gänge herunterfahren und alles ein wenig langsamer angehen lassen.
Sicherlich, das ich meine ganz persönliche Wahrnehmung, und sicherlich gibt es Menschen, die diese Ansicht nicht teilen, aber mir ist es in der einen Woche genau so vorgekommen – und Menschen, die ich in den letzten Jahren hier kennen gelernt habe, sehen es genauso.
Herbst auf Amrum, das bedeutet allmählich einkehrende Ruhe.
Man ist mehr bei sich selbst, und man nimmt die Natur dieser wundervollen Insel noch einmal ganz anders wahr als es im Sommer der Fall war.
Vielleicht liegt es an der Jahreszeit, ich weiß es nicht.
Aber ich liebe es.
Und ich genieße es.
Eins sein mit der Natur, dabei die Stille genießen – mehr Medizin braucht man eigentlich nicht wenn man die Wochen vorher so im Stress war wie ich.
Eine Freundin meinte einmal zu mir, dass sie Meditationen nicht braucht, denn schließlich lebt sie auf Amrum.
Und sie hat absolut recht.
Wer hier lebt, der hat auch Stress und Sorgen und Ängste, aber wer hier lebt, der hat auch die Natur um sich herum.
Amrum im Herbst 2021, das ist für mich der Beginn einer kleinen Reise zu mir selbst.
Eine Reise, deren Ende nicht abzusehen ist, aber es ist eine Reise, die notwendig ist.
Es ist eine Reise mit völlig offenem Ende.
Amrum 2021 ist nun Geschichte, doch nach dem Urlaub ist bekanntlich vor dem Urlaub, der gebucht ist auch bereits.






















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