Normen

Was sind die Normen der Gesellschaft?
Diese Frage habe ich mir oft gestellt, und noch öfter habe ich mir die Frage nach den Konsequenzen dieser Normen gestellt.

Was nun vielleicht etwas merkwürdig klingt, dass ist im Grunde genommen ganz einfach, denn solche Normen können Menschen buchstäblich im Inneren zerstören.

Immer wieder hört man, dass man sich anpassen muß, denn tut man es nicht, dann ist ein Begriff wie asozial noch sehr milde.

Ja, es gibt Regeln, die vernünftig sind, und meistens sind diese Regeln auch in den entsprechenden Gesetzten verankert, doch vieles davon ist meiner Ansicht nach überflüssig und haben lediglich den einzigen Grund, die Gesellschaft in eine Art Korsett zu packen.

Wenn ich im Sommer an meinem Kraftplatz bin, dann bin ich dort meistens nackt.

Nicht weil ich mich so in den Zustand einer Erregung packen möchte, sondern weil es sich dort einfach natürlich und richtig anfühlt.

Auch meine eigenen Meditationen sehen so aus, denn was hat es für einen Sinn, wenn ich Teile meines Körpers bedecke während ich mich den Ahnen öffne?

Richtig, gar keinen Sinn, und deswegen lasse ich es.

Schamgefühl ist eh etwas, dass letztlich einer Moralvorstellungen entspricht, die absolut christlich geprägt ist, und damit wäre ich auch schon beim Kern angekommen, denn viele der gesellschaftlichen Normen entsprechen der christlichen Mhytologie.

Sicherlich, viele davon sind sinnvoll und nicht unbegründet, doch mindestens ebensoviele machen so gar keinen Sinn, und diese Normen schiebe ich immer weiter aus meinem Leben.

Und – seit ich das mache, fühle ich in mir eine immer größer werdende Freiheit.
Das, was ich mache, fühlt sich so absolut richtig an, und die Prägungen gerade der letzten Jahre fallen immer weiter ab.

Es ist, ich kann es nicht anders beschreiben, wie an wieder angekommen sein.

Ja, der Spaziergang entlang des archäologischen Wanderweges (Hier nachzulesen), der mich ja unbewußt zum einem der Ritualplätze der Zeitlosen geführt hatte, hat diese Tür geöffnet.

In diesem Jahr werde ich weiter durch diese Tür gehen.

Noch mehr der sogenannten Normen werden fallen und mich noch mehr innerlich befreien.

Ich spüre es in mir, so deutlich wie schon schon lange nicht mehr.

2 Antworten auf „Normen

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  1. Schamgefühl – da bin ich mir jetzt gar nicht sicher, ob das etwas mit christlichen Werten zu tun. Ich wuchs in einer christlichen Familie auf. Meine Eltern betrieben regelmässig FKK. Mir hat das ab einem bestimmten Zeitpunkt gar nicht mehr gefallen. Mein Körper wurde vom Mädchen zur Frau. Das wollte ich nicht mit anderen teilen und selbst heute sagt mir das gar nichts – nackt unter Nackten zu sein. Wenn dann alleine oder mit vertrauten Personen. Das finde ich dann auch sehr besonders und schön.

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    1. FKK ist auch nichts für mich.
      Aber es ist ein gutes Beispiel, denn diese Bewegung musste ja auch bei der Gründung mit zahlreichen Widerständen kämpfen

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